Jetzt singen die Feen vom Südpark

WAZ Wattenscheid, 26.01.2019:
 

von: Uli Kolmann, Foto: Joachim Haenisch

Höntrop. Zauberlehrlinge und Zechenfans aufgepasst: Die Wattenscheider Musicalbühne kann beides. Mit dem Riesenerfolg des Kinder-Weihnachts-Stückes um den „Weihnachts-Wünsche-Briefkasten von Wattenscheid“ im Rücken starten Music Factory Hattingen e.V. und der Chorverband Wattenscheid durch. „Die Feen vom Südpark und der vergessene Drache von Zeche Anna Maria Steinbank“ wird das neue Musical heißen, das schon Anfang Mai im Höntroper Kolpinghaus am Wattenscheider Hellweg aufgeführt wird.

Zu den ersten Kennenlern- und Probennachmittagen konnten Karin Hoffmann und Adalbert Thomas für den Chorverband schon mehr als ein Dutzend Nachwuchsstars begrüßen, alle zwischen sechs und neun Jahren, darunter „alte Hasen“ aus der gefeierten Premiere, die sich bunt mit den „Neuen“ mischen. Vorsichtshalber gibt’s Namensschildchen bei der wuseligen Gruppe um Gerd Siebert. 

Bunt geht es zu bei den Kennenlern- und Probennachmittagen zum zum Kinder-Musical rund um Feen und Wichtel. Foto: Joachim Haenisch 

Der ist erneut Chorleiter, Bühnenbildner, schreibt Geschichte und Lieder. Für die Kostüme, die er ebenfalls mitbringen wird, ist auch schon sicher: „Engel und Feen, meine Geschichten brauchen ganz viele Engel und Feen“, verrät er augenzwinkernd.

Auch für andere bekannte Rollen aus dem Weihnachtsmusical kann er schon etwas verraten: Der Nikolaus vom letzten Mal wird diesmal ein Drache sein, und weil es dem Pinguin aus dem Weihnachtsstück im Mai zu warm wäre, wird der „verrückte Vogel Piep“ die Kinder zum Mitmachen auffordern. Dann sollen auch die kleinen Besucher im Publikum nicht nur mitsingen, denn es gibt auch einen „Vogeltanz“.

Sonst kann den Musicalfans vieles bekannt vorkommen. Denn noch stärker wird sich das Stück um Wattenscheid drehen, vor allem um die Mythen und Schauergeschichten, die nebelhaft um den Schacht 4 der längst geschlossenen Zeche Maria Anna wabern. Ihr größtes Geheimnis ist verborgen, denn die Zugänge zu den Stollen wurden zugemauert.

Doch alles wird wieder wach für den zehnjährigen Jungen Elias in dem kunterbunten Märchen-Musical. Der wohnt mit seiner Mutter in einem alten Zechenhaus an der Hesternstraße.

Der kleine Träumer und Einzelgänger hört nachts immer wieder ein mysteriöses Grollen und Donnern aus dem Boden, manchmal sogar ein Wimmern. Schließlich trifft er auf dem Weg zu seinem Lieblingsplatz im Südpark tatsächlich auf die Feen, von denen er auch schon geträumt hat.

„Höchst willkommen neben weiteren singefreudigen Kindern, und hier besonders Jungs bis elf Jahre, sind dem Chorverband und der Music Factory auch noch Unterstützer und Sponsoren“, erklärt Karin Hoffmann.

„Denn schon Anfang November soll es weitergehen in der Wattenscheider Musical-Erfolgsgeschichte“, dann mit „Hänsel und Gretel“ und Musik nach Humperdinck.

Mehr dazu: Musical Kids Wattenscheid